Grundlagen und Praxis psychoanalytisch-objektbeziehungstheoretischer Paartherapie

Vortrag: Dr. Kurt Bernhard Günther
Moderation: Marlene Roth-Greussing
Termin: Mittwoch, 13. Juni 2018, 20.15 Uhr

Psychoanalytische Paartherapie hat sich von einem seit den 1930er Jahren praktizierten Randphänomen zu einer inzwischen anerkannten und erfolgreich praktizierten Methode im Rahmen der psychoanalytischen Bewegung entwickelt. Die historische Entwicklung der Theorie und der aktuelle Stand der Technik entsprechen in etwa dem der Psychoanalyse und der psychoanalytischen Einzeltherapie als auch der Gruppenpsychoanalyse. Es ist der Weg von der alleinigen Bedeutung des intrapsychischen Konflikts und dessen Abwehr hin zum interpersonellen Geschehen und zur Erkenntnis, dass die Beziehung Patient ist und die Vergangenheit im Hier und Jetzt der therapeutischen Beziehung am deutlichsten erlebbar ist. Bedeutsamstes Instrument, unbewusste Dynamik und projektive Prozesse auch diagnostisch zu erfassen, ist die Gegenübertragung. Zugleich ist psychoanalytische Paartherapie mit den ständigen wechselseitigen Übertragungen und projektiven Identifizierungen als Kleingruppengeschehen zu sehen, bei dem der Leiter oder die Leiterin Mitglied und Beobachter zugleich ist. Die sich im Rahmen der britischen und amerikanischen psychoanalytischen Objektbeziehungstheorie entwickelnde Paartherapie bzw. Paarpsychoanalyse wird in ihren Grundzügen und ihren therapeutischen Prinzipien dargestellt.


Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich