Todestriebschicksale

Britische und französische Perspektiven

Es werden 4 Abende zur Lektüre und Diskussion angeboten. 

Termine: 6. Apr., 27. Apr., 18. Mai, 15. Jun. 2018, jeweils Fr. 16 - 19.15 Uhr
Seminarleitung: Victor Blüml, Daru Huppert
Ort: Wiener Psychoanalytische Akademie, Salzgries 16/3, 1010 Wien
Teilnahmegebühr: € 208.-
Anmeldung bis 16.03.2018: Anmeldeformular
Weitere Informationen: victor.blueml@meduniwien.ac.at, daruhuppert@hotmail.com

Mit der Einführung des Todestriebs in die Psychoanalyse werden zersetzende und destruktive Triebschicksale zum ersten Mal in ihrer ganzen Tragweite fassbar. Die heftige Ablehnung des Begriffs in weiten Teilen der analytischen Bewegung war nicht zuletzt den Schwierigkeiten geschuldet, das Wirken des zunächst „stummen“ Todestriebs klinisch sichtbar zu machen.Im Seminar wollen wir klinische Phänomene näher untersuchen, die als Manifestationen des Todestriebs verstanden werden können. Wir werden uns insbesondere mit den Auswirkungen des Todestriebs auf Sexualität und Narzissmus beschäftigen, die anhand der Leitphänomene (Sado-)Masochismus, Neid und destruktiver bzw. negativer Narzissmus näher untersucht werden sollen.
Dabei wollen wir uns auf Aufsätze von britischen und französischen Autoren stützen, denen die äußerst schwierige Aufgabe gelungen ist, Todestriebschicksale klar zu umreißen (Rosenberg, Green, Klein, Rosenfeld u.a.); Freuds Überlegungen werden stets den Ausganspunkt unserer Exploration darstellen.
Wir wollen so einerseits ein klareres Verständnis der für die analytische Arbeit besonders herausfordernden klinischen Phänomene erarbeiten, andererseits auch den Explikationswert des Todestrieb-Begriffs anhand der konkreten Erscheinungsformen näher untersuchen.