Kulturwissenschaften 100 Jahre nach Sigmund Freuds "Zur Einführung des Narzißmus"

Tagung

Zeit: Freitag, 16. Mai 2014; 15. 30 – 20 Uhr

Ort: 1090 Wien, Oskar Morgensternplatz 1; Panoramasaal, Institutsgebäude der Universität Wien

 

Kooperation Universität Wien - Wiener Psychoanalytischen Akademie

 

Narzissmus ist immer illusionär und nährt Größenvorstellungen und

Allmachtgefühle, wozu etwa in gesellschaftlichen Krisen häufig Zuflucht

gesucht wird. Heilsbringern und grandiosen Versprechungen wird gern

Glauben geschenkt und  in einer narzisstisch aufgeblähten

Glaubensgemeinschaft fällt die Verleugnung der sozialen Realität besonders

leicht, zumal das ideale  Weltbild erhalten bleiben muss. Dem fallen

leicht die Integrität anderer Menschen und  überhaupt  Kulturgrenzen zum

Opfer.

 

15.30: Begrüßung: Eveline List

           Eröffnung: Univ.-Prof. Dr. Mitchell Ash

15.45: 
Ao. Univ.-Prof. Dr. Eveline List (Wien):


           Totaler Krieg und ewiger Friede. Soziale und anti-soziale Aspekte des Narzissmus

16.30: 
Carole Beebe Tarantelli (Rom):


           Narcissism and the Structure and Dynamics of Terrorist Groups: The Red Brigades

17.15: 
Mag. Sabine Schlüter (Wien):

           Narzissmus und Heldentum

Pause

18.30: 
Ao. Univ.-Prof. Dr. Bettina Rabelhofer (Graz):


           Digitale Spiegel und ein abgelegtes Indianerkostüm: Narziss surft. Ein Versuch über

           Karl May und die unendlichen Weiten des cyber space

19.15
: Dr. Ariel Liberman (Madrid):


           Narcissism of Small Differences: Sigmund Freud, Zygmund Bauman and Fin de

           Siècle Vienna

 

Öffentliche Veranstaltung, keine Tagungsgebühr

Programm