Manfred Schmidt: Präsenz und implizite Beziehungsregulierung in der psychoanalytischen Behandlungspraxis

Öffentlicher Vortrag WPV und WPAK

Termin: Donnerstag, 19.01.2017, 20.15 Uhr
Ort: 
Salzgries 16/3, 1010 Wien
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich


Phänomene in der Kunst bei M. Rothko, J. Cage und J. Baker bilden den Ausgangspunkt der Beschreibung der Kennzeichen von Präsenz:
Kontakt / Resonanz – Wahrnehmung – Körperlichkeit /  Raum.
Im Unterschied zur Ebene der Bedeutungen: Distanz  -  Interpretation  -  Zeit.
Die Krise der Repräsentation und die performative Wende in der wissenschaftsgeschichtlichen Entwicklung werden beschrieben und ihre Auswirkungen auf die Psychoanalyse erläutert. Es wird eine „Genealogie des Präsenzkonzeptes“ vorgestellt. Dann werden die Verbindungen erörtert zwischen  der Präsenz und dem was als implizites (Beziehungs-) Wissen diskutiert wird. Es erfolgt dann eine Schilderung der Auswirkungen des Präsenzkonzeptes auf die Behandlungstechnik. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Beachtung der wechselseitigen Wahrnehmungsvorgänge zwischen Patient und Analytiker. Diese Vorgänge legen die Annahme einer zweiten Art von unbewussten Prozessen nahe – neben dem dynamisch Unbewussten. Unbewusste Prozesse, die nicht verdrängt sind, sondern mit Wahrnehmungen zu hat, derer wir nicht gewahr werden.
Zwei kleine Behandlungsepisoden erläutern das Arbeitsmodell auf dessen Grenzen und Gefahren zum Schluss hingewiesen wird.

Klinisches Seminar mit Manfred Schmidt

Termin: Samstag, 21.01.2017, 9.30 - 13.00 Unr
Ort: Salzgries 16/3, 1010 Wien

Teilnahmegebühr:
 € 50.- für Mitglieder von WPV, WAP
                                 € 30.- für KandidatInnen von WPV, WAP, TN des POP Lehrgangs

Anmeldung: office@wpv.at

Rückfragen an Dr.in Hemma Rössler-Schülein:
roessler-schuelein@wpv.at

InteressentInnen an einer Fallvorstellung melden sich bitte bei: 
roessler-schuelein@wpv.at.


Dr. rer. soc. Dipl. Psych. Manfred G. Schmidt
Lehr- und Kontrollanalytiker der Psychoanalytischen Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf (DPV / IPA).
Vorsitzender der DPV  2004 – 2006.
Supervision in psychiatrischen- und psychosomatischen Kliniken von  1976 bis 2012.
Veröffentlichungen u.a. zu schizoiden Verfassungen, pathologischer Trauer, zur Behandlung von traumatisierten Patienten, zur Supervision im stationären Kotext, zur niederfrequenten Psychotherapie und zur Präsenz.
Praxis für Psychoanalyse, Psychotherapie, Organisationsberatung und Coaching Köln