7. Kinder- und Jugendanalytisches Symposium

Vergangenheit in der Gegenwart
Zum Begriff des Traumas im Erleben von Kindern und Jugendlichen
Wiener Psychoanalytische Akademie, Zeitschrift Kinderanalyse

15. - 17. März 2018
Wiener Psychoanalytische Akademie, Salzgries 16/3, 1010 Wien

Teilnahmegebühren
Frühbucher bis 31.01.2018: € 290.-/Studierende € 145.- (begrenzte Anzahl)
Buchung nach 31.01.2018:  € 330.-/Studierende € 165.-
Abendveranstaltung am 16. März: € 60.-

Die Pausenverpflegung ist inbegriffen ist, jedoch kein Mittagessen.
Es finden sich in der nahen Umgebung zahlreiche Esslokale.

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Anmeldung: Anmeldeformular

Unsere Tagung wird sich mit dem psychoanalytischen Verständnis von Trauma befassen. Dies impliziert eine Abgrenzung von einem eher inflationär gebrauchten Begriff Trauma, wie er in der Alltagssprache und in den Medien üblich geworden ist. In der Praxis der psychoanalytischen Behandlung und auch in den theoretischen Konzeptualisierungen nimmt der Begriff des Traumas eine hervorragende Rolle ein, er ist stets im Zusammenhang mit der Freud’schen Entdeckung der infantilen Sexualität zu verstehen. Welche Bedeutung traumatischen Erlebnissen von Kindern und Jugendlichen im Zuge ihrer Entwicklung zukommt, ist seit jeher eine Fragestellung, die über einen engen psychoanalytischen Rahmen hinausweist sowie pädagogische und soziale Implikationen hat. In diesem Zusammenhang soll überlegt werden, inwieweit Traumata generations-übergreifende Bedeutung haben können und/oder Elternschaft mit traumatischen Beziehungserfahrungen in die kinderanalytische Arbeit miteinzubeziehen ist.
Ob die psychoanalytische Behandlung vor allem von Kindern und für Kinder eine geeignete Methode ist und dazu verhelfen kann, erlittene Beschädigungen in der Entwicklung auf dem Weg des Zuhörens, des Zuschauens, des Spielens, des Assoziierens und des Erinnerns, das je Unverstandene zu teilen und es möglicherweise aufzulösen, dies soll in den Vorträgen und in den gemeinsamen Diskussionen geklärt werden. Fallgeschichten in kleinen Supervisionsgruppen geben die Möglichkeit, darüber hinaus die klinische Arbeit zu vertiefen.

Tagungsprogramm

Donnerstag 15. März
       ab 16.30 Uhr - Registrierung
18.00 - 19.00 Uhr - Eröffnungsvortrag Tilo Held: „Die potentiell traumatische Erfahrung – 
                               wie entscheidet sich, ob es zur Traumafolgestörung kommt?“
19.00 - 23.00 Uhr - Empfang

Freitag 16.März
       ab 08.00 Uhr - Registrierung
09.00 - 09.30 Uhr - Eröffnung, Grußworte
09.30 - 11.00 Uhr - Friedl Früh: „Erinnerung – Nachträglichkeit: Trauma?“
                               Co-Referat:Thomas Koch
11.00 - 11.30 Uhr - Pause
11.30 - 13.00 Uhr - Egon Garstick: „Traumatisierte Söhne werden Väter –
                               psychoanalytische Entwicklungshilfe für die Elternschaft“
                               Co-Referat:Sabine Fiala-Preinsperger
13.00 - 14.30 Uhr - Mittagspause
14.30 - 16.00 Uhr - Supervisionsgruppen
16.00 - 16.30 Uhr - Pause
16.30 - 18.00 Uhr - Erika Kittler: „Zwischen Eltern und Kindern –
                               wenn die Gegenwart den Blick auf die Vergangenheit verstellt“
                               Co-Referat Sabine Götz
                  19.30 - Gesellschaftsabend, Musik: Sam Simon Blues

Samstag 17. März
09.00 - 10.30 Uhr - Barbara Steck-Hofstetter: „Adoption – Trauma oder Chance“
                               Co-Referat Brigitte Jakubowics
10.30 - 11.00 Uhr - Pause
11.00 - 12.30 Uhr - Bernhard Schwaiger: „Zum Begriff Trauma: Diskurs und Pathologie“
                               Axel Holicki: „Die Erziehung zur ‚Sozialistischen Persönlichkeit‘“
12.30 - 13.00 Uhr - Pause
13.00 - 13.45 Uhr - Abschlussvortrag Michael Günter: "Die Aktualität des Traumas und
                               das Erleben des Schreckens in der therapeutischen Beziehung"
13.45 - 14.15 Uhr - Verabschiedung

Zusatzprogramm, Samstag, 17.03.2018, 15.00 Uhr
Auf Freuds Wegen durch Wien, geführt von Georg Augusta (WAP)

Dauer: ca. 1,5 Stunden, Wegstrecke etwa 3 km.
Anmeldung: erforderlich per Anmeldeformular

Treffpunkt: 3. Bezirk, Kolonitzplatz, vor dem Haupteingang der Kirche.
Kosten: € 20.- vor Ort in bar zu begleichen.

Bei dieser Führung zu den Wohnorten und Schulen seiner Kindheit soll ein Bild vermittelt werden, in welchem Umfeld Sigmund Freud in Wien aufwuchs. Innerhalb von zehn Jahren war die Familie sechsmal umgezogen – einzelne der Häuser sind noch erhalten geblieben und können einen Eindruck der Lebensverhältnisse bieten. Als „Tourist-Guide“ wird uns die „Traumdeutung“ dienen, einzelne Kindheitserinnerungen daraus können direkt jenen Orten zugeordnet werden, an denen die Kindheitserlebnisse stattgefunden haben.
Die Führung endet im 2. Bezirk, Taborstraße 24. Bei Schlechtwetter wird der Spaziergang nicht real, sondern in Form eines Vortrags „indoor“ stattfinden