Psychoanalytische Psychosentherapie 2018

Vorschau

Fortbildung für ÄrztInnen (PSY-Diplom), Klinische PsychologInnen, PsychoanalytikerInnen (i.A.u.S.), PoP PsychotherapeutInnen ( i.A.u.S.), PsychotherapeutInnen anderer Schulen, Interessierte aller Berufsgruppen, die mit an Psychosen erkrankten Menschen arbeiten.

Termine: 13. Jän. 2018, 3. Mär. 2018, 29. Sep. 2018

Ort: Wiener Psychoanalytische Akademie, Salzgries 16/3, 1010 Wien

Anmeldung: ab September möglich

Programmvorschau

13. Jänner 2018

Vorträge:
Peter und Ursula Schuster: Zur Unterscheidung von psychotischer und nichtpsychotischer Persönlichkeit
Eva Horvath: Psychose und Körperbild.

Falldarstellungsgruppen mit den ReferentInnen:
Es finden ab 2018 an jedem Samstag 2 Falldarstellungsgruppen (je 90 Minuten) statt.
Sie haben die Möglichkeit, einen eigenen Fall zur Diskussion zu stellen

3. März 2018
Vorträge:
Rainer Danzinger: Verrückte Religionsstifter. Kosmogonien als Abwehr existenzieller Bedrohung.
Angelika Groysbeck: Die Spaltung unter die Lupe genommen: Entwicklung unterschiedlicher Konzepte und die Auswirkung auf die klinische Arbeit.

Falldarstellungsgruppen mit den ReferentInnen:
Es finden ab 2018 an jedem Samstag 2 Falldarstellungsgruppen (je 90 Minuten) statt.
Sie haben die Möglichkeit, einen eigenen Fall zur Diskussion zu stellen

29. September 2018
Vorträge:
Claudia Frank: „Ich überhörte aber diese erste Warnung ...“ - zur negativen Übertragung als Chance und Hindernis.

Änderungen vorbehalten

Fortbildung in psychoanalytischer Psychosentherapie (PPT)
Das Ich schafft sich selbstherrlich eine neue Außen- und Innenwelt (S. Freud 1924)
Psychoanalytische Psychosentherapie eröffnet Zugänge zum besseren Verständnis der inneren Dynamik von Patienten mit Schizophrenie und Affektpsychosen. Dadurch erleichtert sie es Therapeutinnen (Ärztinnen, Pflegepersonal, Psychologen usw.) Menschen mit Psychosen auf ihrem schwierigen Weg zu begleiten. Psychoanalytische Psychotherapie ist eine Ergänzung biologisch/pharmakologischen Modellen, und fokussiert auf das individuelle Schicksal und die originellen Selbstheilungsversuche psychotischer Patienten. Oft ist es geradezu erstaunlich, wie viel Kreativität manche Patienten entwickeln um ihre Verzweiflung und existentielle Bedrohung zu bewältigen. „Geisteskrankheit entlastet den Menschen und gibt ihm Flügel...“ meinte J. Dubuffet schon 1924. Andererseits kann die Wahrnehmung zerstörerischer Mechanismen in der eigenen Psyche eine große Bedrohung und Kränkung für die Betroffenen darstellen, andere in sogenannte Handlungsdialoge zwingen, Überforderung, Aggression, Angst und Scham hervorrufen und ein hohe Anforderungen an die Fähigkeit zu trauern und an das eigenen psychische Fassungsvermögen darstellen. Es verlangt oft viel von einem ab, sich auf solche Mitmenschen einzulassen. Daher sollen besonders die unwillkürlichen und gewohnten Einstellungen gegenüber den Patientinnen, so genannte Gegenübertragungen, in dieser Fortbildung wahrgenommen und systematisch reflektiert werden können. Psychoanalytische Psychosen Therapie fördert das Verständnis solcher innerer Haltungen und erleichtert dadurch den täglichen Umgang mit dieser schwierigen und faszinierenden Gruppe von Patienten. Die dafür notwendigen theoretischen Grundlagen werden ausgehend von den Überlegungen Freuds umfassend dargestellt. Weiter kommen auch die notwendigen technischen Modifikationen der Psychotherapie zur Sprache und werden aus den verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Klinische Verläufe und Randgebiete tragen zu einer Vertiefung des theoretischen und praktischen Wissens auf diesem Gebiet bei.

Leitung, Organisation: Dr. Wolfgang Groysbeck, Dr.in Hemma Rössler-Schülein
Informationen:
roessler-schuelein@wpv.at